数字音乐厅:新古典主义时期的斯特拉文斯基——芭蕾舞剧《众神领袖阿波罗》&歌剧式清唱剧《俄狄浦斯王》(音乐会)

北京德国文化中心歌德学院 2020-10-16 06:56:57

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来源:数字音乐厅 | Quelle: Digital Concert Hall


时间:2016年6月25日,14:00 - 16:00

地点:北京歌德学院(北京市朝阳区酒仙桥路2号798艺术区创意广场)

免费入场
作曲家、中央音乐学院作曲系教授郝维亚为曲目做导赏(中文)

伊戈尔·菲德洛维奇·斯特拉文斯基

芭蕾舞剧音乐:众神领袖阿波罗(节选)
歌剧式清唱剧《俄狄浦斯王》(音乐会)

对话约翰·艾略特·加德纳爵士(英语,德文字幕)


演奏:柏林爱乐乐团
指挥:约翰·艾略特·加德纳爵士


斯特拉文斯基的歌剧式清唱剧《俄狄浦斯王》是一部新古典主义核心力作,这部拉丁语台词的仪式性戏剧讲述了索福克勒斯笔下那位绝望的古希腊英雄无意间弑父娶母的故事。德国著名作曲家库特·魏尔(Kurt Weill)曾强调指出,这部情节平缓,由宣叙调、咏叹调、二重唱及合唱部分组成的作品具有“清唱剧般的形式”,称其“ 明确摒弃了乐剧(Musikdrama)形式”,“为凸显纯粹的音乐形态而采用了纯粹歌唱形式的歌剧风格,使情节、戏剧性与视觉动态完全退居幕后”(“这种严整的语言形式本身已具备足够的表现力,因而无需通过音乐来进一步加强”,斯特拉文斯基解释道。)

此次应邀执棒柏林爱乐乐团的是约翰·艾略特·加德纳爵士(Sir John Eliot Gardiner)。这位享誉国际的指挥家是复古演奏的代表人物,所擅长的保留曲目广泛涉及19世纪乃至20世纪的众多作品,他也曾多次在舞台上演绎斯特拉文斯基的这部作品及其在不同体裁之间跳宕变换的音乐。音乐会的开场部分即奏响了一部新古典主义杰作——斯特拉文斯基的《众神领袖阿波罗》:序幕以极其细腻的音乐描绘了这位古希腊神祇的诞生,随之而来的是一系列具有“古典芭蕾舞剧传统风格”的寓言式舞蹈(情景舞蹈、双人舞、变奏、结尾)。

紧接着,阿波罗引领众神来到了帕纳塞斯:“出于对古典舞蹈所独有的线条美的激赏,”作曲家强调说,“我决定采用严格的芭蕾舞剧形式,此时我首先想到的是‘白色芭蕾’(Ballet blanc),在我看来它最能清楚无疑地彰显这一艺术形式的本质。”放弃采用纯粹弦乐避免了不甚和谐的强度,这与不包含任何冲突的情节相得益彰;不同器乐音色间那种常见的对立则被富有动感的对比所取代——这是一种斯特拉文斯基之前曾在他的芭蕾舞剧《普尔钦奈拉》中尝试运用过的方法。


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Digital Concert Hall –

Igor Stravinsky


Zeit: 25.06.2016, 14:00
Ort: Goethe-Institut China (Originality Square, 798 Art District, No. 2 Jiuxianqiao Road, Chaoyang District, Beijing)

Mit Einführung von Hao Weiya, Professor am Zentralen Musikkonservatorium China, Sprache: Chinesisch
Eintritt frei


Programm:

„Apollon musagète“ - Ballett in zwei Bildern  (revidierte Fassung)
„Oedipus Rex“ - Opern-Oratorium in zwei Akten (Konzertante Aufführung)

John Eliot Gardiner im Gespräch mit Jonathan Kelly


Mit:
Berliner Philharmoniker
Sir John Eliot Gardiner
Andrew Staples, Jennifer Johnston, Ashley Riches, Gianluca Buratto, Alex Ashworth, Gareth Treseder, Bruno Ganz, Herren des Rundfunkchors Berlin


Mit dem Opern-Oratorium Oedipus Rex schuf Igor Strawinsky ein zentrales Werk des Neoklassizismus – ein rituelles Drama mit lateinischem Text, das die von Sophokles überlieferte Geschichte jenes verzweifelten Helden der Antike erzählt, der unwissentlich seinen Vater umbringt und ohne es zu ahnen seine Mutter heiratet. Kurt Weill hob die „oratorienhafte Form“ der aus Rezitativen und Arien sowie Duetten und Chorstücken bestehenden Komposition mit statischem Handlungsverlauf hervor – „die eindeutige Absage an die Form des Musikdramas“ und „die Aufnahme eines rein gesanglichen Opernstils, in dem die Handlung, Dramatik und optische Bewegung völlig zurückgedrängt sind zugunsten einer rein musikalischen Formgebung“. („Die strenge Form dieser Sprache hat an sich schon so viel Ausdruckswert, dass es nicht nötig ist, ihn durch die Musik noch zu verstärken“, erklärte Strawinsky.)

Zu Gast am Pult der Philharmoniker ist in diesen Konzerten Sir John Eliot Gardiner. Der international renommierte Repräsentant der historisch informierten Aufführungspraxis mit denkbar breiter Repertoirebasis, die bis weit ins 19. und sogar 20. Jahrhundert hineinreicht, hat sich auch immer wieder dem Werk Strawinskys und dessen zwischen den Gattungen changierender Musik gewidmet. Auch zu Beginn des Konzerts erklingt ein neoklassizistisches Meisterwerk: Strawinskys Apollon Musagète (Apollon, Führer der Musen), in dem es nach einem Prolog, der mit äußerst filigraner Musik die Geburt des antiken Gottes schildert, zu einer Reihe von allegorischen Tänzen „im hergebrachten Stil des klassischen Balletts (Pas d’action, Pas de deux, Variations, Coda)“ (Strawinsky) kommt.

Anschließend führt Apollon die Musen auf den Parnass: „Aus Bewunderung für die lineare Schönheit des klassischen Tanzes“, betonte der Komponist, „hatte ich mich für die strenge Form des Balletts entschieden, und dabei dachte ich vor allem an das ,Ballet blanc‘, bei dem sich meiner Ansicht nach das Wesen dieser Kunst am klarsten offenbart.“ Der konfliktlosen Handlung entspricht der Verzicht auf dissonante Härten bei Verwendung eines reinen Streichorchesters; der sonst übliche Gegensatz der Instrumentalfarben wird durch dynamische Kontraste ersetzt – ein Verfahren, das Strawinsky bereits in seinem Pulcinella-Ballett erprobt hatte.


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